Hast Du Karma, ey?!

Nein! Der Artikel heute dreht sich nicht um ein altes Culture Club Video. Das kam nur grad sehr gelegen daher.
Gestern sass ich im Grazer Bewusstseinskino und schaute mir dort einen Film an. Nach den Vorführungen dort ist immer Raum für eine offene Diskussion und dabei kam die Sprache auch auf Karma. Ich hab länger darüber nachgedacht, was Karma für mich bedeutet und wie wir mit einem erwachten Geist damit umgehen können. Das kannst Du hier jetzt nachlesen.

Karma. Das alte Gesetz von Ursache und Wirkung. Um dafür mal eine gängige Definition zu bemühen, hab ich mir erlaubt, bei Wikipedia den Begriff nachzuschlagen und das Ergebnis hier zu präsentieren:
Karma (n., Sanskrit: कर्मन् karman, Pali: kamma „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.
In den indischen Religionen ist die Lehre des Karma eng mit dem Glauben an Samsara, den Kreislauf der Wiedergeburten, verbunden und damit an die Gültigkeit des Ursache-Wirkungs-Prinzips auf geistiger Ebene auch über mehrere Lebensspannen hinweg. Im Hinduismus, Buddhismus und Jainismus bezeichnet der Begriff die Folge jeder Tat, die Wirkungen von Handlungen und Gedanken in jeder Hinsicht, insbesondere die Rückwirkungen auf den Akteur selbst. Karma entsteht demnach durch eine Gesetzmäßigkeit und nicht wegen einer Beurteilung durch einen Weltenrichter oder Gott: Es geht nicht um „Göttliche Gnade“ oder „Strafe“. Nicht nur „schlechtes“ Karma erzeugt den Kreislauf der Wiedergeburten, sondern gleichermaßen das „Gute“. Letztes Ziel ist es, überhaupt kein Karma mehr zu erzeugen.

Soviel zu Wikipedia.

Bleibt aber die Frage, wo kommt denn das her und wie zeigt sich Karma überhaupt?
Es gibt ja spirituelle Leute, die behaupten, Karma sei von der Geistigen Welt abgeschafft worden. Das finde ich so den Knaller! Weil ja die Geistige Welt mal so eben beschließt, Naturgesetze zu ändern, gell?!
Die selben Leute pochen dann allerdings auch gern auf das Resonanzgesetz. Was übrigens rein physikalisch auf denselben quantenphysikalischen Grundlagen beruht wie Karma: Ursache und Wirkung oder anders ausgedrückt: Sender & Empfänger.
Meine Liebste wirft mir ja immer wieder vor, dass ich zu nüchtern sei. Bei meiner Sicht der Dinge und der Art sie zu erklären, ginge der ganze Zauber und die Mystik verloren. Sprich: der Zuckerguss, die Krönchen, der Feenstaub und der Glitzer fallen weg. Oups! Sorry. Für alle, die lieber weichgespülte Esoterik lesen wollen, da bin ich in der Tat der Falsche.

Das, was ich jetzt über Karma sage, ist auch ohne jegliche Fantasyelemente, aber vielleicht für Dich ganz nützlich, wenn Du gerade in der Scheisse sitzt und Dich fragst, was für ein Karma Du Dir wohl irgendwann einmal aufgehalst hast:

Begeben wir uns (mal wieder) auf die Quantenebene:

Für mich hat Karma etwas mit unserem Zellgedächtnis zu tun. Wissenschaftler aus aller Welt sind sich inzwischen darüber einig, dass wir Erinnerungen, Traumata etc. nicht allein in unserem Gehirn abspeichern, sondern im ganzen Körper, in jeder einzelnen Zelle. Unsere DNS ist vollgepackt mit Erinnerungen. Wie alles, so sind auch Erinnerungen Schwingung, also Frequenzen. Man geht davon aus, dass ca. 93% unserer DNS die Schwingung und damit Bilder von Erinnerungen abspeichern. Da wir nun ja unsere DNS von Mami & Papi erben, erben wir vermutlich auch deren Zellgedächtnis gleich mit. Dazu kommen dann unsere eigenen Erfahrungen, Glaubenssätze etc. und schon haben wir den Salat. Warum?

Darum:

Wir können davon ausgehen, dass 90% unserer Glaubenssätze, Erinnerungen etc. unbewusst in den Schubladen unserer Zellen so vor sich hinschwingen. Das heisst aber nicht, dass sie keinen Einfluss auf uns hätten.
Wieder mal das Beispiel der heissen Herdplatte. Wenn Du als Kind drauf gefasst und Dir die Finger verbrannt hast, ist das eine Erfahrung, die zu einer Erinnerung wurde, die jetzt in Deinem Zellgedächtnis schwingt. Ich glaube aber kaum, dass Du ständig daran denken musst, oder? Also schlummert sie so vor sich hin, bis Du in eine Situation gerätst, wo Du diese Erinnerung brauchen kannst. Schwupps! Da ist sie. Immer noch völlig unbewusst, aber etwas sagt Dir laut und deutlich, dass es eine blöde Idee ist, auf heisse Herdplatten zu fassen.

Wir haben aber auch destruktive Erinnerungen, die uns überhaupt nicht weiterhelfen. Da sind Erinnerungen an Verletzungen, an Traumata und (weil wir eben auch das Zellgedächtnis unserer Vorfahren ererben) an Krieg und Vernichtung, an Flucht oder Schlimmeres. Das ist der Grund, warum ich glaube, dass wir nicht alles Karma selbst angehäuft haben müssen, um heute darunter zu „leiden“. Da nun alle Erinnerungen Schwingung sind, egal, ob meine eigenen oder ererbte, senden wir diese Schwingung auch munter ins Universum, das, wie ein Spiegel, uns genau das zur Verfügung stellt, was wir aussenden.
Wir können noch so sehr beim Universum bestellen, mit „The Secret“ wedeln und positiv denken. Das interessiert unsere Zellen nur bedingt und Erinnerungen werden auf Grund von Erfahrungen abgespeichert, nicht aufgrund positiven Denkens – leider! Das bedeutet auch: Erfahrungen bestimmen unser Leben und die Realität, die wir uns schaffen.

Was dabei rauskommen kann, wenn diese destruktiven Schwingungen so munter vor sich hinschwingen ist klar: Stress. Aus Stress werden Symptome jeglicher Art. Streit, Mangel, Wut, Krankheiten und all das, was wir doch – weil wir sind ja spirituell – zu überwinden gehofft hatten.

Conclusio:

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Weisen aus vergangenen Tagen über diese Vorgänge Bescheid wussten. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass die Wissenschaft in den letzten Jahren den Beweis für spirituelle Prinzipien liefert. Der Unterschied zu früher aber, ist der, dass wir heute Mittel und Wege kennen, auf der Quantenebene tatsächlich positiv auf unser Zellgedächtnis einzuwirken, Karma also abzulösen. Das geschieht, indem ich einer Schwingung eine entgegengesetzte Schwingung gleichsetze, die diese neutralisiert. Ist Dir bestimmt schon begegnet. Nennt sich Geistheilen, Quantenheilung, Reiki, etc.pp.

Also noch mal zu der Idee, es gäbe sowas wie Karma nicht:
Du bist Mensch, Du bestehst aus ziemlich vielen Zellen, ziemlich vielen! Jede dieser Zellen beherbergt alle Deine Erinnerungsschwinungen – alle! Hast Du also Karma!

Na klar hast Du Karma!

In diesem Sinne…

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9 Antworten zu Hast Du Karma, ey?!

  1. Sólveig schreibt:

    >>>Meine Liebste wirft mir ja immer wieder vor, dass ich zu nüchtern sei.

    Gerade WEIL du nüchtern bist, lese ich deinen Blog und mag ihn so gern.

    • stefantrumpf schreibt:

      Danke, das freut mich! 🙂

      • Sólveig schreibt:

        Ich wollte letzt einen Artikel über Familienflüche schreiben, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Das ging in eine ähnliche Richtung. Nur dass es eben nicht nur die Zellebene betrifft, sondern auch unsere Verhaltens/Denkmuster, die wir teilweise unbewusst von unseren Eltern übernehmen. Es ist ja möglich Traumata über mehrere Generationen weiter zu tragen. Das finde ich krass.

      • stefantrumpf schreibt:

        Absolut.
        der Punkt ist, dass unsere Verhaltensmuster und Denkstrukturen unbewusst von der Zellebene beeinflusst werden. Die DNS wird vererbt und über die Schwingung – möglicherweise eben auch durch einen Fluch, denn Worte sind Schwingung, ergo Frequenzen etc. – können destruktive Tendenzen masiven Einfluss auf unser Leben nehmen…
        Es ist so heiss, hab ich das verständlich ausgedrückt? 😉

      • Sólveig schreibt:

        Ja, hast du. Ich glaube, dass es dazu noch nicht mal ausgesprochene Worte braucht. Es muss nur irgendwann einer mit einem schädlichen Verhalten/Denken beginnen.

      • stefantrumpf schreibt:

        Natürlich. Jeder Gedanke ist Schwingung. Und wie steht schon zu Beginn eines Megabestsellers?
        „Im Anfang war das Wort“ Ergo Schwingung…

  2. danielahutter schreibt:

    Hm …. ich erlebe vielerorts wird als *Karma* das bezeichnet, was die alten Geschichten aus vorangegangenen Leben sind / sein könnten .. „Wir haben ein Karma miteinander“

    Der Begriff der Karmafreiheit … kenne ich auch. Und JA – es war ein „Hinweis“ der geistigen Welt und dahingehend dass wir uns dem LEBEN im JETZT zuwenden dürfen / sollen. Anstatt immer alte Geschichten zu bewegen oder sich darin gar zu verlieren.

    Das, was wir als *(unter)Bewusstsein* mit uns tragen nenne ich nicht unbedingt Karma, wenn auch mir dein Ansatz dazu wirklich gut gefällt – denn der ist frei von *alten spektakulären Geschichten*.

    Danke für deine stets so interessanten Gedankenansätze, die weiter führen, hinein in die eigene Tiefe.

    • stefantrumpf schreibt:

      Liebe Daniela,

      vielen Dank für Dein von mir stets sehr geschätztes Feedback.
      Ich bin völlig bei Dir, wenn es darum geht, im JETZT zu leben.
      Wie so oft, wird sicher auch der Begriff des Karma mehrfach gedeutet und vermutlich auch verwässert.
      Wenn meine Artikel das erreichen, was Du beschreibst, nämlich dass sie in die eigene Tiefe hinein führen,
      dann habe ich mein Ziel erreicht.
      Ich danke Dir von Herzen, dass Du Dir die Zeit nimmst, bei mir rein zu schauen, und Deine Gedanken dazu mit uns allen zu teilen.

  3. autorinkristina schreibt:

    Auf meinem Blog läuft gerade ein Vierteiler zum Thema Flüche und Karma. Deine „nüchterne“ Sichtweise drückt anders und doch treffend aus, was auch mein Erleben/Denkfühlen/Wissen ist. Fazit: Ob nun Fluch oder Karma (beides hast Du klasse beschrieben) – wir haben es in der Hand, uns zu befreien oder weiterhin zu knechten.

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