Lebe im JETZT!

Stefan Trumpf - Spiritual Punk

Stefan Trumpf – Spiritual Punk

Darüber, dass sich so mancher esoterische „Lehrer“ seine Legitimation aus einer vergangenen Inkarnation zusammenträumt hab ich ja schon mal geschrieben. Das will ich nicht wieder aufwärmen.
Heute geht es darum, warum vermeintliche Erlebnisse vergangener Inkarnationen heute als Entschuldigung für dauerhaftes Selbstmitleid benutzt werden. Was ich davon halte? Lies selbst:

Da arbeite ich also als Trainer, erarbeite mit meinen Klienten Strategien, bringe sie zu einem Punkt der Selbsterkenntnis an dem sie erkennen sollten, dass sie die Kontrolle über Ihr Leben (zurück)erobern können, wenn sie nur bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen und dann das:

Da steht jemand vor Dir und sagt: „Weißt Du, ich wurde in einem früheren Leben schwerst misshandelt und das spür ich heut noch.“ – Bedeutet dann im Klartext, dass dieser Mensch leider die Verantwortung für sein Leben grad nicht übernehmen kann, weil ja die Vergangenheit im Zellgedächtnis gespeichert ist und deswegen wird lieber gelitten als mal aus dem Quark zu kommen und Nägel mit Köpfen zu machen.

Ich weiß ja nicht, wer den Leuten immer so ein Zeug einredet…

Ja, natürlich sind die Erfahrungen unserer vergangenen Inkarnationen bei uns abgespeichert, das bestreite ich nicht. Aber mit denen ist es doch wie mit einem Horoskop. Ich betrachte sowas immer wie einen Serviervorschlag in einem Kochbuch, sprich: als Hinweise & Helfer wie ich es besser machen kann.

Und dazu stelle ich mir immer eine ganz wichtige Frage: Wann lebe ich denn?

Die Antwort kannst Du Dir ja ausmalen. Du lebst JETZT, genau JETZT in diesem Moment. In diesem Moment hast Du die Möglichkeit zur Entscheidung, Du hast die Macht, die Kontrolle, Du kannst entscheiden, wie Du dieses JETZT gestalten möchtest. Lässt Du Dich ein auf diesen Moment? Bist Du bereit, das Glück dieses einen Moments in dem Du atmest und lebst wirklich einzulassen oder beschließt Du Dich weiter mit dieser Hirnw****erei zu beschäftigen, die Dich davon abhält, glücklich zu sein?

Jeden Tag wenn Du die Augen öffnest, wenn Du die Füße aus dem Bett schwingst, betrittst Du ein neues Feld der Möglichkeiten, ein neues JETZT, das Du mit all dem anfüllen kannst, was DU willst.
Buddha hat mal gesagt: „Im Jetzt kannst Du die Vergangenheit heilen.“ Und genauso seh ich das auch.

Du bist göttlich!

Gehen wir mal davon aus, dass wir tatsächlich alle ein Funken des großen Alleinen sind, das manche von uns Gott oder Spirit oder sonst wie nennen. Dann bedeutet das, dass wir auch alle die Blaupause der Macht und Kontrolle haben, die diesem Geist zugrunde liegt. Hoppla! Weißt Du, was das bedeutet? Glaubst Du, dass „Gott“ sich auch nur ein Bisschen für das Gestern interessiert? Glaubst Du nicht, dass gerade „Gott“ sich des einen kostbaren Moments der Existenz, der real ist, wirklich bewusst ist? Ich würde behaupten schon…

Mich hat früher auch mal interessiert, wer oder was ich in vergangenen Leben mal gewesen sein könnte. Ist ja auch spannend, das geb ich schon zu. Aber irgendwann hab ich mir die Frage gestellt: Und was nützt mir das heut? Zahlt mir das heute die Rechnungen, wenn ich in einer vergangenen Inkarnation mal schwer reich gewesen bin? Nee, tut es leider nicht. Also warum sollte ich mich dann auch ständig mit dem Schmerz und dem Dreck, dem Mangel und dem Tod aus alten Leben beschäftigen? Ich lebe heute, ich lebe JETZT. Und das ist für mich alles, was zählt. Der Rest ist – wie gesagt – Hirnw…. na Du weißt schon. 😉

Eine kleine Übung

Also wenn Dich mal einer auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat, dann ist das sicher interessant zu wissen, weil Dir das möglicherweise etwas über Deine rebellische Natur verrät, aber deswegen wirst Du hoffentlich doch nicht zitternd am Lagerfeuer stehen. Und wenn doch, dann versuch doch mal diese kleine Übung:

Schließ die Augen und atme tief ein und aus. Mach Dir bewusst, dass genau dieser Moment jetzt nur für Dich da ist und Du JETZT die Möglichkeit hast, beim Ausatmen all das loszulassen, was Dich hindert, Dich diesem einen wahren, realen Moment ganz hinzugeben. Nimm diese Angst oder vermeintliche Erinnerung wahr, nimm sie an und dann atme sie aus, ganz bewusst. Lass sie gehen, gib sie frei. Sei dankbar, dass DU sie gesehen hast und erkenne sie als das an, was sie ist, diese Erinnerung: Ein Lehrmeister, der Dich daran erinnert, dass gestern vergangen ist und morgen noch nicht existiert, sondern dieser Moment der Gegenwart ein Geschenk ist.

Diese Erinnerung kann Dich daran erinnern, dass Du die Kontrolle hast. Lass Dich von solchem Kram nicht beherrschen. Übernimm die Verantwortung, lebe im JETZT, in diesem Moment. Du hast die Macht. Lass Dir nichts anderes erzählen…

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3 Antworten zu Lebe im JETZT!

  1. autorinkristina schreibt:

    Das gab es gestern auf meinem Blog zu lesen und passt einfach her: „Ja, es tut mal gut, Dampf abzulassen, den Emotionen von Ärger, Wut und Trauer einen Moment Raum zu geben. Das ist wichtig und wie viele immer sagen: es ist menschlich. … Ist es auch, doch mir auch zu oft Entschuldigung, in diesen Emotionen stecken zu bleiben und damit für noch mehr Unfrieden auf der Welt zu sorgen, als es eh schon gibt. Genauso wenig ergieße ich mich mittlerweile in nicht enden wollendem Selbstmitleid. Fragen wie „Warum passiert das immer mir, die ich doch eine von den Guten bin?“ entfallen. Heuchlerisches (Opfer-)Verständnis für das Fehlverhalten des anderen a lá „Er wird schon seine Gründe haben.“, gepaart mit gemeinter Hingabe, die in Wahrheit Selbstaufgabe und unverantwortlich ist, a lá „Es wird schon seinen Sinn haben.“ “

    Stefan, ich hatte es eben schon unter einem anderen Deiner Artikel geschrieben: es ist mir eine große Freude, „mein“ Wissen in Deinen Worten zu spüren. Die Übung ist der Knaller und wenn ich es nicht besser wüsste (und mir es letztlich auch völlig egal wäre) würde ich sagen, die hast Du doch bei mir geklaut. (Kleiner „Marktschreier“-Scherz am Rande 😉 )

    Großartig, dass es so Menschen wie Dich (und Deine Partnerin, die sicher ähnlich agiert) gibt. Lass(t) uns weitermachen und jenen ein Leuchtturm sein, die sich im eigenen Meer ab und an mal einen sicheren Hafen wünschen oder gar mal einen brauchen.

    Chapeau und danke.
    Kristina

    • stefantrumpf schreibt:

      Ich sage Danke! Es ist so wichtig, dass ein Ruck geht durch die Menschen. Besonders durch die, die sich für „erwacht“ halten, denn vermutlich ist die Absicht bei vielen eine gute.
      Ja, lass uns weiter schreiben & arbeiten, dass jeder sich erkennen und annehmen kann wie er/sie eben ist und seine Spiritualität authentisch leben kann…

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