(Arche)typisch! – Die vielen Gesichter Deiner Spiritualität

Wie in meinem letzten Artikel angekündigt, möchte ich Dir heut was über Archetypen erzählen und warum sie Dir helfen können, Deine eigene Spiritualtät zu begreifen:

 

Über Archetypen kannst Du an verschiedenen Stellen immer wieder etwas finden und oft tritt dann Verwirrung auf, weil ein Autor oder eine Autorin andere Begriffe, Namen oder Archetypen benennt als ein(e) andere(r). Wie immer, wenn es darum geht, Inhalte zu vermitteln, versucht vermutlich jeder, seine Inhalte so individuell zu gestalten wie möglich, der Sache quasi also seinen Stempel aufzudrücken. Ich gebe zu, mir ist das meist ziemlich wurscht, denn ich tu etwas, das ich Dir dringend ans Herz legen möchte:

  • Prüfe, ob das stimmig ist, was Du hörst oder liest!
  • Wie fühlt sich das für Dich an?
  • Geht’s Dir gut damit?
  • Klingt da eine Saite in Dir?
  • Kannst Du was damit anfangen? – Wenn nicht, dann such Dir eine andere Quelle.

Bilder & Metaphern

silenceDeine Essenz, Deiner Selbst ist einzigartig. Alles, was wir versuchen über Bilder oder Metaphern zu beschreiben stellt ja eh nur den Versuch dar, einen Zugang zum Unerklärlichen zu legen. Bilder sollen uns helfen, unseren oft allzu analytischen Verstand in die Herzebene rutschen zu lassen, was uns die Möglichkeit geben soll, die Dinge ganzheitlicher zu betrachten und zu begreifen. Das Göttliche in Dir lässt sich schwerlich in Worte fassen, aber es lässt sich erfahren und über Bilder und Metaphern Deinem Gegenüber und Dir selbst andeutungsweise näher bringen.

Wenn wir über Archetypen sprechen, dann sprechen wir über Metaphern und Bilder. Wir sprechen über Mosaiksteinchen und Facetten, die – alle zusammengenommen – wieder ein Bild ergeben. Ein Bild, das Du schlicht nur mit dem Herzen begreifen kannst: Dich!

Deswegen finde ich die Arbeit mit Archetypen so spannend. Du kannst über sie meditieren, kannst Dich damit befassen. kannst Dich fragen, wo in Deinem Leben Dir möglicherweise Menschen begegnen oder begegnet sind, die genau diesen Aspekt, diesen Archetyp für Dich besonders spiegeln.

Alles ist eins…

Ja nu, ich weiss, das ist jetzt nun wirklich eine (leider) ziemlich abgedroschene Phrase. Dieser Satz wird von Wissenden und Unwissenden gleichermassen wie ein Mantra immer wieder allen vorgesungen, um zu zeigen, dass man sich mit spirituellen Ansätzen auseinandergesetzt hat. Im Falle der Archetypen soll es aber verdeutlichen, dass Du niemals nur einen Aspekt, nur einen Archetypen in Dir trägst, sondern immer mehrere, die ein Ganzes ergeben.

Im Seminar „Der Artusweg“, das ich zusammen mit meiner Partnerin gebe, beschäftigen wir uns auch mit den Archetypen. Dort wählen wir die Archetypen der Artussage, die ebenso Platzhalter für die Facetten unserer Seelenarbeit sein können, wie viele andere. Doch am Ende des Seminars stehen sie gemeinsam für ein Ganzes, für Heilung, ein Ganzwerden in Deiner Spiritualität, ein Ganz- und Heilwerden in Deinem Leben.

Männliche Archetypen

Da sich diese Artikelserie ja sehr der männlichen Spiritualität widmet, da über sie kaum noch gesprochen wird, möchte ich mich hier auch auf männliche Archetypen beschränken. Sie finden natürlich ihre Entsprechung auf weiblicher Seite; also auch, wenn Du eine Frau bist und bis jetzt tapfer durchgehalten hast, lies ruhig zu Ende, denn ich bin davon überzeugt, Du kannst dieses Wissen auch für Dich verwenden, um die Männer in Deiner Umgebung (noch) besser zu verstehen.

Aber wenden wir uns den Archetypen zu. Und bitte: Das was ich sage, erhebt nicht den Anspruch alleinseligmachender Weisheit. Wie gesagt, prüfe! Wenn Dir eines meiner Bilder nicht gefällt, dann tausch es aus. Wenn Du die Essenz und die Botschaft des Bildes begreifst, dann ist es piepegal, wie Du es gestaltest! Ich versuche auch, Dir mehrere Bilder vorzuschlagen, damit Du Dich vielleicht leichter tust:

  • Der Großvateraspekt: Merlin, Odin, Gandalf, Yoda Die Zentralsonne. – Hier liegt die Weisheit aus alter Zeit, die Güte und die Ruhe des Alters. (Lebens-)Erfahrung und Geduld, aber auch Versöhnung und Frieden gehören zu diesem Archetyp.
  • Der Vateraspekt: Vater Himmel, Der Kosmos, Jupiter, Artus, ein König, der alte Obi Wan Kenobi – er steht für die Verantwortung, den nährenden Anteil in Dir, den Schutz, den Du anderen und Dir selbst gewährst, aber auch für Initiative und Kraft, für Liebe und Besonnenheit
  • Der (spirituelle) Krieger: Lancelot, St. Michael, ein Samurai, Der junge Obi wan Kenobi – steht für das Streitbare in Dir, den Kämpfer, den Initiator, aber auch das Intuitive, das Planerische, Strategische
  • Der Sohnaspekt: Jesus Christus, Ikarus, Gallahad, Parcifal, Luke Skywalker – Dieser Aspekt steht für den Sucher in Dir. Du suchst Deinen Lebenssinn, Wege, Mittel, willst reifen, sehnst Dich nach kompetenter Führung und Geborgenheit. Du willst Deinen Lebenszweck erfahren und erfüllen.
  • Der Jäger: Robin Hood, Captain Jack Sparrow, Herne, Der Schütze, Als Fährtensucher und Ernährer ernährst Du Dich und/oder die Deinen. Heute oft ein Aspekt der Arbeitswelt, hilft Dir der Jäger auf Deiner Reise zu materieller Sicherheit. Doch auch die Freiheit des Waldes oder der Meere wie auch den Nervenkitzel der Jagd – vielleicht auch nach der Dame des Herzens –  darf man bei diesem Aspekt nicht unterschätzen.
  • Der grüne Mann: An sich schon ein Archetyp, steht er für die Erdverbundenheit des Mannes. Dir ist die Erde anvertraut, also hege, hüte und beschütze sie. Dieser Archetyp steht für den Ruf der Natur in Dir und alles Schützenswerte in ihr.
  • Der blaue Mann: Buddha, Yogananda, Lao Tse, Konfuzius – steht für die Sehnsucht in Dir nach dem Transzendentalen, der Vereinigung von Himmel und Erde, Wissen und Weisheit. Er ist die gelebte, lebendige Geistigkeit und Verkörperung der erleuchteten Seele, die in Dir wohnt. Aber er steht auch für den Künstler in Dir, den Poeten und Musiker, der sich anderer Sprachen zu bedienen weiss als nur der Worte.

Ein Vorschlag:

Nachdem ich hier nun verschiedene Bilder für die archetypischen Teile Deiner Seele zusammengetragen habe – wie Du gesehen hast, durchaus auch aus der Pop-Kultur –  mache ich Dir den Vorschlag, das alles erst einmal auf Dich wirken zu lassen. Ich lade Dich herzlich ein, Deine eigenen Bilder und Metaphern für die einzelnen Archetypen zu finden und sie in Dir zu suchen. Vielleicht magst Du Dir ja ein oder zwei Fragen stellen?

  • Finde ich alle Archetypen in meinem Leben?
  • Wie kommen sie durch mich zum Ausdruck, wenn überhaupt?
  • Und wenn ja, auch wo?
  • Zeigen sie sich in meinem Handeln, Denken, Sein?

Mit diesen Fragen möchte ich mich für heute bis zum nächsten Mal von Dir verabschieden, wo wir beginnen werden, die einzelnen Archetypen noch genauer zu betrachten. Ich werde Dir dann auch Vorschläge machen, wie Du mit den Archetypen für Dich arbeiten und meditieren kannst. Vielleicht magst Du meinen Blog ja abonnieren, damit Du nichts verpasst. Außerdem würde ich mich freuen, wenn Du anderen von mir und meinen Artikeln erzählen würdest, Du weißt ja, Klappern gehört zum Handwerk! Ich danke Dir im Voraus und wünsche Dir jetzt viele erhellende Momente mit den Archetypen.

Bis bald,
Dein Stefan

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3 Antworten zu (Arche)typisch! – Die vielen Gesichter Deiner Spiritualität

  1. autorinkristina schreibt:

    Schreibst Du an dieser Serie weiter? Ich finde sie total interessant und heilsam (ja, für mich). Ich mag so gern mehr über Euch wundervolle Spezies Mann erfahren und die, die Du ansprichst mit dieser Serie, sind meiner Erfahrung nach leider noch rar gesät, also „brauche“ ich das Teilhaben am Reifen mir (noch) unbekannter. 😉

    Tolle Arbeit, mit Dir und für andere.
    Viele Grüße nach Graz,
    Kristina

    • stefantrumpf schreibt:

      Liebe Kristina,
      ich weiß noch nicht, ob diese Serie weitergeht, denn wie ich schon in einem anderen Artikel angedeutet habe, hat auch hier jemand (übrigens eine in der Szene sehr berühmte/angesehene Dame) meine Texte und Ideen „geklaut“ und sie – über ihren Mann – als ihre verkauft.
      Ich hab hier ordentlich Material, viel eigene Erfahrung und Liebe reingesteckt…
      Ich weiß, wie wichtig das Thema ist, eben weil es so viele Männer, die ihre Spiritualität auch „männlich“ leben (noch) nicht gibt…
      Mal sehen! 🙂
      LG aus Graz,
      Stefan

      • autorinkristina schreibt:

        Ja, ich habe es gelesen und mich gefragt, wie ich wohl damit umgehen würde. Aus dem Herzen heraus sage ich jetzt mal: Ich würde weiter machen, denn alles, was wirklich aus der Ur(eigenen)Quelle kommt, ist es wert, geteilt zu werden, ist unangreifbar, unverwundbar und nur begrenzt kopierbar. Es ist immer genug für alle da und manchmal nicht nur Mut, sondern auch Großmut gefragt. Vielleicht ist dies in Deinem Falle zu blauäugig, kann ich nicht einschätzen, muss ich auch gar nicht, denn es ist ja Deine Entscheidung. 😉
        Ich kann nur wiederholen: Fortsetzung und „neue“ Männer braucht die Welt!

        Liebe Grüße,
        Kristina

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