Was Du heute bist zählt! – Warum ich mich nicht auf den (möglichen) Lorbeeren früherer Inkarnationen ausruhe…

Da war sie wieder!

Uhr auf BankDa war sie wieder diese Situation, wo sich eine (Social Media machts möglich) ehemalige Hohepriesterin aus Avalon (oder war’s Atlantis? – na egal!) geoutet hat, um all die Hohen Lichter zum Seminar zu trommeln, die, wie sie, die tiefe Verbindung zu blablabla…. Habt Ihr das auch schon mal gelesen?

Da hat jemand eine sogenannte Innenschau und stellt fest: oh, ich war in einem früheren Leben mal ein(e) HohepriesterIn, am Besten in einer untergegangenen Kultur oder Zivilisation. Gern genommen werden übrigens auch WächterInnen, HüterInnen von Wasweissich oder Ritter der Tafelrunde. Aha! Und jetzt?

Selbst wenn das so wäre – kann ja sein, was nützt Dir das heute? Mal davon abgesehen kann ich es nicht so ganz glauben, denn wenn alle, die sich selbst so gerne als HohepriesterInnen sähen wirklich welche gewesen wären, dann hätte allein die Periode von Avalon locker 2000 Jahre dauern können. Eher unwahrscheinlich, oder? Naja, vielleicht wenn man die Paralleluniversen mit dazu nimmt. Dann kommt‘ s vielleicht hin. Aber nochmal: Und jetzt?

Glauben diese Menschen, damit eine besondere Legitimation zu haben? Ist das ne Art Ausweis oder Zertifikat wo drauf steht: Achtung: verstärkte Kompetenz, weil war mal: … ? Sorry, aber das schärft mich überhaupt nicht. Was nützt es, wenn Du in einem früheren Leben die Königin von Saba warst, es aber heut nicht gebacken bekommst? Was nützt es, wenn Du glaubst, mal ganz vorne mit dabei gewesen zu sein, wenn es um Zeremonien und Rituale oder Magie ging, Du aber heute echt mal Zauberei von echter Magie nicht unterscheiden kannst, oder alten Traditionen anhängst, die schon längst überholt sind – und das meist zu Recht?!

Wir sind hier und heute mit unserem Leben beschäftigt. Hier und heute ist es wichtig, dass wir präsent sind, dass wir uns unserer Aufgabe hingeben, leben, wozu wir da sind. Und dazu brauchen wir doch nicht die Legitimation aus einer längst vergangenen Epoche, wo die Welt noch eine andere war. Was macht die sogenannte, von Egos Gnaden ernannte Priesterin, wenn ihr jemand im Seminar zusammenbricht, weil dieser jemand vielleicht in Prozesse gerät? Da nützt die ganze hübsche Geschichte leider gar nix. Da musst Du im Hier & Jetzt handeln können und zwar, weil Du hier und heute gelernt hast, mit solchen Situationen umzugehen.

Übrigens sind es ja meist HohepristerInnen. Normale PriesterInnen oder Waschfrauen, Reinigungskräfte oder BaumwollpflückerInnen sind wahrscheinlich gerade nicht zu kriegen…

Ja, ich bin mal wieder bös. Ja, ich ätze mal wieder ganz gewaltig. Und warum? Weil mir das auf die Nüsse geht. Dieser ganze Kram. Da werden Sehnüchte geschürt, gelebt, geweckt und damit Geld verdient. Das hat aber mit Selbsterkenntnis nichts zu tun. Wenn Du Dich selbst erkennst, dann ist Dir wurscht, was Du mal warst, denn dann weisst Du, dass Du in Deiner Essenz immer das bist, was Du warst und jemals sein wirst. Da ist es völlig egal, in welcher Stellung Du mal warst, welche Position Du mal inne hattest oder eben auch nicht. Heut wirst DU gebraucht. Die Welt braucht DICH, so wie Du HEUTE bist, nicht das Abziehbildchen, von dem, was Du glaubst, mal gewesen zu sein. Vergangenheit wie Zukunft sind nicht real. Das eine war schon, das andere ist eine Möglichkeit unter vielen. Echte Erkenntnis zieht ihre Lehre nicht aus einer Inkarnation aus einem früheren Leben, sondern aus diesem einen Moment in dem Du gerade BIST. Das verlangt Dir Deine ganze Achtsamkeit ab, Deine ganze Aufmerksamkeit. Da hast Du keine Zeit, Dich um den Kram von früher zu kümmern.

Wenn Du wirklich für Deine Mitmenschen da sein möchtest, dann sei da. Vollumfänglich. Sei lebendes Beispiel für die Wandlung, für Erkenntnis, für Liebe und Mitgefühl. Alles andere sind Spielchen Deines Egos, das Dir glauben machen will, Du seist etwas Besonderes. Das bist Du – zweifelsohne, aber nicht wegen etwas, das Du vielleicht einmal warst, sondern wegen dem, was Du warst, bist und immer sein wirst: Gottes Ausdruck hier auf Erden!

Also, in diesem Sinne: Lebe authentisch!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Authentizität, lebeauthentisch, Selbsterkenntnis abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Was Du heute bist zählt! – Warum ich mich nicht auf den (möglichen) Lorbeeren früherer Inkarnationen ausruhe…

  1. corneliastessl schreibt:

    🙂 Ich glaub, ich war mal eine Hexe und ab und zu kommt das noch durch 🙂
    Ganz sicher, Stefan!!! 😉

  2. Miriam schreibt:

    Bitte sei weiter böse :). Danke dir, mal wieder herzlich gelacht und auch geweint. Prinzessin sein und Prinz ist halt leichter, lieber den Kuchen essen und wegschauen: [..Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 57000 Menschen sterben pro Tag an Hunger. Eine Milliarde Menschen sind permanent schwerst unterernährt. Und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Der World Food Report der UNO sagt, dass die Weltlandwirtschaft heute problemlos fast 12 Milliarden Menschen, also fast das Doppelte der Weltbevölkerung, ernähren könnte…]Jean Claude Ziegler.
    ABER NEIN WIR SIND DIE GUTEN, die vegterarischen, veganen biologischen Prinzessinen, Prinzen, Priester und Weisen von sonst wo……. den anderen helfen wir dann im nächsten Leben, zuerst essen wir mal den Kuchen und dem heiligen Baum und spüren uns ein bissl. —> So das ist böse, aber so ist es nun mal wie es läuft – und ich weiss wie schwer es ist ins tun zu kommen, dass es nicht leicht ist auf den Kuchen zu verzichten, aber wenn wir was tun wollen, das wäre mal ein erster Schritt.

    • stefantrumpf schreibt:

      Vielen Dank für Deinen wichtigen Kommentar!
      Weisst Du, der Hammer ist – wenn man der Studie folgt – dass wir ja nicht mal auf den Kuchen verzichten müssen. Wir müssten ihn nur teilen… Und wie heisst es doch? „Wenn überall soviel getilt würde, wie auf Facebook, gäbe es keinen Hunger mehr.“
      Ansonsten gebe ich Dir Recht. Heute bist Du in manchen Kreisen fast schon ein Böser, wenn Du kein Veganer bist, sondern Dich „nur“ vegetarisch ernährst. Dieses Gutmenschentum geht mir so gegen den Strich… Aber das ist eine andere Geschichte und sol ein ander Mal erzählt werden 😉

  3. Miriam schreibt:

    Lass doch einfach unseren Zorn in was positives Verwandeln nicht in was Gutes oder Böses – sondern in Tun! Da finden wir sicher noch Ideen die machbar und realsierbar sind. Ich denke es schreit nach einem Kaffee – Tratsch 🙂

  4. AC schreibt:

    Wunderbar gesagt! Diese Leute die damit angeben, als was sie früher mal inkarniert gewesen sein wollen, gehen mir tierisch auf den Senkel!
    Dabei bringt es ihnen in diesem Leben hat nichts!
    Ich weiß zwar ein bisschen über frühere Inkarnationen von mir, aber ich halte da tunlichst die Klappe. Mein Wissen ist hier nur insoweit hilfreich, weil ich dann den Ursprung mancher meiner Macken besser verstehe. Abgewöhnen muss ich mir meine Macken aber selber, da hilft mir kein Vorleben.
    Und das einzige, worauf ich mir bei meinen früheren Leben was einbilden könnte wäre bloß, dass ich heute nicht mehr so ungenießbar bin, wie damals.

    Ich erzähle Dir hier mal eine witzige Anekdote über eine Session mit einem inkompetenten Medium 2008:
    Es war eines dieser Schätzchen, die Dir 300 € für einen unleserlichen Wisch „Geschanneltes“ und eine ergebnisslose mehrstündige Gesprächssitzung abknöpft, in der sie den Inhalt des geschannelten Wischs erklärt. Ich befürchte, gemessen an dem was auf dem Markt angeboten wird, war die sogar noch preiswert. Ihr Deutsch war unterirdisch und von Grammatik hatte sie sowieso keinen Plan. Sie schrieb Wörter so, wie sie sich für sie anhörten (also bedeutete ihr handgeschriebener Wisch stundenlanges spaßiges Rätselraten)
    Sie schob mir so ne Romeo und Julia Inkarnationskiste unter, zu der ich null Bezug hatte. Du weißt schon, gegen den Willen mit reichem Kerl verheiratete Maid, verliebt in armen Schäfer, Affäre fliegt auf, die Liebenden werden ersoffen. Mein liebes Medium schloss damit, dass ich aufgrund dieser Begebenheit immer noch große Angst vor Wasser hätte.
    Ich antwortete ihr, dass sie da was verwechseln muss, weil ich mich seit klein auf dem Wasser verbunden fühle wie ein Fisch, aber seit meinem 3. Lebensjahr eine schlimme Feuerphobie habe.
    Sie kuckte mich nur blöde an und wechselte schnell das Thema.

  5. AC schreibt:

    Übrigens: Meine Feuerphobie habe ich inzwischen überwunden – ganz einfach indem ich über die Jahre viel mit Kerzen hantiert habe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s